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Ausschreibung Homeoffice-Ausstattung

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Ausschreibung für Homeoffice-Arbeitsplätze

Ausschreibung für Homeoffice-Arbeitsplätze

Die Ausschreibung für Homeoffice-Ausstattung beschreibt strukturierte Beschaffungsprozesse für Arbeitsplätze außerhalb betrieblicher Standorte. Sie umfasst technische Komponenten wie Computer, Monitore, Peripheriegeräte, Netzwerktechnik sowie ergonomische Möbel. Leistungsbeschreibungen definieren Funktionsumfang, Qualitätsmerkmale, Sicherheitsanforderungen und Kompatibilität mit vorhandener IT-Infrastruktur. Ergänzend werden Serviceleistungen, Support, Wartung und Austauschprozesse dokumentiert. Anbieter liefern Nachweise zu Produktsicherheit, Datenschutz und Lieferfähigkeit. Bewertungsverfahren berücksichtigen Wirtschaftlichkeit, Standardisierung und Lebenszykluskosten. Vertragsunterlagen regeln Übergabe, Inventarisierung und Verantwortlichkeiten zwischen Organisation und Beschäftigten. Die Ausschreibung schafft eine einheitliche Grundlage für transparente Beschaffung, nachvollziehbare Entscheidungen und konsistente Arbeitsplatzqualität im Homeoffice-Betrieb. (homeoffice.fm-connect.com)

Strategischer Vertrag für FM-Partnerschaft

Digitale und organisatorische Grundlagen

  • Daten- und Systembasis: Ein vollständiges Systemregister mit klarer Identifikation (z. B. RDS/ADI) bildet die Grundlage für Wartungsplanung und Fristmanagement. BMS-Trends, Zählerdaten und Ereignisprotokolle sind für SLA-Überwachung und Ursachenanalyse erforderlich.

  • CAFM/CMMS: Zentrales Werkzeug für Ticketing, Inspektions-/Deadline-Management, mobile Arbeitsaufträge, Ersatzteil- und Veraltungsmanagement sowie auditsichere Dokumentation.

  • Informationsflüsse: Belegungs- und Buchungsdaten (Raum/Schreibtisch) müssen mit dem Betriebs- und Wartungsregime verknüpft werden; definierte Datenqualitätsstandards und Zugriffsrechte gewährleisten Datenschutz und betriebliche Sicherheit.

  • Qualifikationen: Die Rolle qualifizierter Personen, Elektriker, Hygienespezialisten und Prüfer muss definiert werden; Qualifikations- und Ausbildungszertifikate sind Teil der Zulassungskriterien.

Grundlage für eine präzise, ergebnisorientierte Ausschreibung

Konzeptionelle Klarheit, systemische Vollständigkeit und die Berücksichtigung heterogener Eigentümer-Nutzer-Kontexte sind die Voraussetzungen, um harte FM-Dienste zuverlässig, vergleichbar und zukunftssicher anzubieten. Hybride Belegungsmuster erfordern die Integration von Mindest- und Ausgangsanforderungen mit nutzungs- und bedingungsbasierten Dynamiken. Die hier definierten Begriffe, Systemübersichten und kontextuelle Eigenschaften bilden den Referenzrahmen, auf dem die SLA und die Compliance-Architektur der folgenden Kapitel basieren.

Bürogebäude

  • Nutzungsprofil: Wochentags-Kernzeiten, hybride Belegung, Schreibtischgemeinschaft, viele Meetings.

  • Relevanz: Komfort, IAQ, Energieeffizienz, Lastmanagement (Beleuchtung/HLK).

Produktion und Lager

  • Nutzungsprofil: halbkontinuierlich bis vollständig durchgehend (bis zu 24/7), saisonale und kampagnenähnliche Lastspitzen.

  • Relevanz: prozessbezogene Infrastruktur (Druckluft, Heizung/Kühlung, MV/LV-Energie), erhöhte Verfügbarkeitsanforderungen.

Labore (F&E, Qualitätssicherung)

  • Nutzungsprofil: definierte Druckhierarchien, kritische Zuluft-/Abluftsysteme, spezielle Medien (reines Wasser, technische Gase).

  • Relevanz: Hygiene, Dokumentation und Compliance-Dichte, enge Interaktion mit den Nutzern.

Parkhäuser

  • Nutzungsprofil: Tagesspitzen, Wochenendschichten je nach Standort.

  • Relevanz: Belüftung (CO/NOx), Brandschutz, Ladeinfrastruktur, Zugang/Abrechnung.

Portfolioparameter für das Angebot (noch zu bestimmen, in der Ausschreibungsphase festzulegen):

Anzahl der Standorte und Bundesstaaten; Bruttogeschossfläche (m²), nutzbare Flächen pro Kategorie, Anzahl der HLK-/Elektro-/Brandschutzsysteme; Betriebs- und Servicezeiten pro Standort (z. B. 24/7, Mo–Fr 06:00–20:00); Klimazone, städtische Lage (Netzqualität, Emissionsanforderungen), Relevanz KRITIS; digitaler Reifegrad (BMS verfügbar, CAFM/CMMS, Zählerlandschaft, IoT).

Anforderungen

  • Klare Systemgrenzen für jedes Gewerbe müssen in der Planung und Dokumentation festgelegt werden; alle Umsteigepunkte werden in Plänen und Schaltplänen benannt.

  • Enthaltene Dienstleistungen umfassen Betrieb, Inspektion, Wartung, kleinere Reparaturen, Prüfungs- und Verifizierungspflichten, technikbezogene Reinigung, Kontrollzentrum/Fehlerbeseitigungsservice und Berichterstattung.

  • Ausgeschlossene Dienstleistungen (Bau/HOAI, Produktionsstätten, IT-Helpdesk usw.) verhindern Scope Creep; optionale Leistungen ermöglichen gezielte Erweiterungen.

  • Kritikalitätsklassen-A/B/C-Struktur, SLAs, Retention, Redundanz und Wartungsstrategien; hybride Belegung wird operativ durch belegungs- und nutzungsbasierte Steuerung adressiert.

  • Parameterisierung (Wertgrenzen, Bereitschaft, Inspektionsintervalle, Datenformate) schafft Berechnungs- und Compliance-Sicherheit.

Hinweis:

Dies legt den Umfang der Dienstleistungen in Bezug auf den Inhalt fest, definiert das System rechtlich sicher und legt die Grundlage für eine vergleichbare, SLA-orientierte Auszeichnung.

Organisations- und Prozessstruktur

Dieses Kapitel beschreibt die organisatorische und verantwortungsbezogene Struktur des technischen Betriebsmanagements (Hard FM) sowie die End-to-End-Prozesse von Inspektion und Wartung bis hin zum Fehler- und Eskalationsmanagement und dem Notfallmanagement. Zusätzlich sind die Verwaltung der Bedieneraufgaben sowie HSE-/Arbeitsschutzvorschriften, einschließlich Qualifikationen, festgelegt. Das Ziel ist eine zuverlässige, auditsichere und SLA-orientierte Geschäftsorganisation, die hybride Nutzungsmuster und unterschiedliche Kritikalitäten widerspiegelt.

Kunde/Betreiber

  • Verantwortung für den sicheren Betrieb der Anlagen, Risikobewertungen, Organisation der Inspektionspflichten, Kommunikation mit Behörden und Delegation von Aufgaben.

  • Ernennt Schlüsselpositionen: Bedienervertreter, verantwortlicher Elektriker (VEFK), Werksleiter (pro Beruf), Datenschutz-/IT-Sicherheitsbeauftragter für BMS/OT.

  • Bietet Governance: Steuerungsausschuss (vierteljährlich), monatliche Jour Fixe, Genehmigungen für Wertgrenzen/CAPEX, Management von Veränderungen (MoC).

Hard-FM-Dienstanbieter (allgemeines oder spezialisiertes Grundstück)

  • Vertrags-/Kontomanager: Vertrags- und SLA-Management, Berichterstattung, Eskalationsschnittstelle.

  • Technischer Manager/Projektmanager: Gesamtverantwortung für die operative Tätigkeit vor Ort, Ressourcenplanung, Qualifikationsmanagement.

  • Leitstelle/Leitstelle: 24/7 Fehlerannahme, Ticketing, Priorisierung (A/B/C), Ferndiagnose, Disposition.

  • Fachberufe: HLK, Elektrotechnik, Brandschutz, Aufzug, Sanitär, Kühltechnik, BMS/Automatisierung; jeweils mit qualifizierten Personen (TRBS 1203) und qualifizierten Prüfern.

  • Dokumentation/IWMS: Pflege von Anlagenregistern, Inspektions- und Deadline-Plänen, Verifikationen und Berichten.

Externe Testgremien und Fachfunktionen

  • ZÜS (zugelassene Inspektionsorgane): Inspektionen von Systemen, die überwacht werden müssen (z. B. Aufzüge, Drucksysteme).

  • Inspektionsexperten/Testingenieure (Landesrecht): Genehmigungen/Wiederholungstests nach Bauvorschriften (BMA, SHEV, Sicherheitsstrom).

  • Hygieneexperten/Labore: VDI 6022/6023 Inspektionen, Trinkwasserprobenentnahme (DVGW W 551).

  • IT/OT-Sicherheit: Härtung und Überwachung des BMS gemäß IEC 62443/BSI.

RACI-Prinzip (ohne Tabelle, Beispiel)

  • Verantwortlich (R): Dienstanbieter für die Implementierung; Testzentrum für gesetzlich regulierte Prüfungen.

  • Verantwortlich (A): Gesamt-Compliance-Operator; Facility Manager für den operativen Gewinn.

  • Konsultiert (C): Nutzer/Produktion während der Interventionen; IT/Datenschutz für Sensortechnologie/BMS-Themen.

  • Informiert (I): HSE, Betriebsrat, Behörden falls nötig im Falle einer Benachrichtigung.

Inspektion (Zustandsfeststellung)

  • Planung: Jahres-/Mehrjahresplan im CMMS gemäß Normen/Herstellern/Testvorschriften; Vergleich mit Belegungsfenstern und Kritikalitäten.

  • Vorbereitung: Checklisten, Arbeitserlaubnis, LOTO im Falle einer Intervention in Energien/Medien, Blockier-/Umgehungskonzepte.

  • Ausführung: visuelle, funktionelle, Messtests; Dokumentation über mobile App, Fotodokumente, Messprotokolle.

  • Bewertung: Fehlerklassifizierung nach Sicherheits-/Betriebsrelevanz (kritisch/mittel/niedrig), Bearbeitungsfristen und Eskalationspfaden.

  • Fazit: Annahme durch den Hausverwalter; Aktualisierung der Anlagengeschichte, Erkenntnisse im Wissensmanagement.

Erhaltung (präventiv/prädiktiv)

  • Strategie: Kombination aus Mindestintervallen (Compliance) und nutzungs-/bedingungsbasierten Triggern (Betriebszeiten, Δp-Filter, Trendabweichungen).

  • Ressourcen: Personal-/Ersatzteilplanung, gelagerte kritische Teile (Klasse A).

  • Umsetzung: Standard- und herstellerkonforme (VDMA 24186 als Katalog der Aktivitäten), Hygiene-/Reinigungsarbeiten an Klimaanlagen, Kalibrierungen.

  • Rezirkulation: Funktionstests, Rekonnektion, Dokumentation; Aktualisierung der Parameter/Sollwerte gemäß MoC.

  • Wirksamkeitskontrolle: KPI-Überprüfung (Ausfallraten, mittlere Zeit zwischen Ausfall/Reparatur), Optimierung der Intervalle.

Vorfallmanagement

  • Annahme: 24/7-Kontrollzentrum, Ticketsystem mit klarer Klassifikation (A/B/C), SLA-Takt beginnt mit Annahme.

  • Erstdiagnose: Fernuntersuchung mittels BMT/BMS, Neustart/Workaround, Entscheidung über eine Vor-Ort-Intervention.

  • Verdienst: Zuweisung qualifizierter Techniker; Verpflichtung, Nutzer/Produktion im Falle von Effekten zu informieren.

  • Behebung: Fehlerfreigabe innerhalb des SLA; für Aktivierung der Klasse A sind es Rückfallkonzepte (N+1, Lastabschaltung, Zwischenversorgung).

  • Fazit: Dokumentation einschließlich Ursache (IC/BC: sofortige Lösung/Ursache), Ersatzteilverbrauch, Foto-/Trend-Upload.

  • Analyse: Monatliche Top-10-Störungsbewertung, 5 Warum-/Ursachen-Analysen, Aktionsverfolgung.

Eskalationspfade

  • Zeitbasierte Eskalation: 1. Ebene (Kontrollzentrum/Techniker), 2. Ebene (Objektmanager/technischer Koordinator), 3. Ebene (Vertragsmanager/Hersteller/Testzentrum).

  • Wirkungsbasierte Eskalation: Sicherheits- und Compliance-Auswirkungen führen zu sofortiger Eskalation (HSE, Betreibervertreter, gegebenenfalls Befugnis).

  • Kommunikationsmatrix: Definierte Kontakte, erreichbare Inhalte, Darstellungen; Pflichtkommunikation im Falle von Klasse-A-Ausfällen und bei Berichtspflichten (42. BImSchV, TrinkwV).

Notfallmanagement

  • Szenarien: Feuer/Alarm, totaler Stromausfall (schwarzes Gebäude), UPS/NEA-Ausfall, Kältemittelleck, Legionellenfunde, MV-Umschaltunfall, Aufzugseindämmung.

  • Vorbereitung: Notfall- und Alarmpläne, Evakuierungskonzepte, Notaufzugsbefreiung, regelmäßige Übungen/Lasttests (UPS/NEA).

  • Einsatz: Sofortige Maßnahmen, Sicherung des Gefahrenstelles, Aktivierung des Krisenteams; Informieren Sie die Behörden und Netzbetreiber.

  • Neustart: Ordentliche Inbetriebnahme gemäß Checklisten, Qualitäts-/Hygienegenehmigungen, Abschluss der Kommunikation mit den Nutzern.

  • Nachverfolgung: Vorfallbericht, Ursachenanalyse, Aktionsverfolgung, Aktualisierung der Notfallpläne.

Integration hybrider Arbeitsumgebungen

  • Belegungsdaten in der Planung: Wartungs- und Inspektionstermine vorzugsweise in Zeitfenstern mit geringer Auslastung; Dynamische Zonensteuerung als Prozessausgabe.

  • SLA-Differenzierung: A/B/C-Klassen mit dienstzeitabhängigen Antwort-/Sanierungszielen; Ferndiagnose als Erstlinien-Werkzeug.

  • Kommunikation: Proaktive Benutzerinformationen im Falle von zonalen Abschaltungen/Start-Stopp; Rückkopplungsschleifen über Buchungssysteme/Helpdesk.

Hinweis:

Mit dieser organisatorischen und prozessbezogenen Struktur sind die Verantwortlichkeiten transparent, Prozesse standardisiert und Compliance-Anforderungen zuverlässig erfüllt. Gleichzeitig ermöglichen klare Eskalations- und Notfallwege sowie qualifikationsbasierte Ausführung ein sicheres, effizientes und nutzungsanpassungsfähiges Betriebsmanagement im Sinne einer SLA und ergebnisorientierten Ausschreibung.

Technologische Implementierung und Digitalisierung

Dieses Kapitel beschreibt die Zielarchitektur für digitale Hard-FM-Prozesse und -Systeme. Es umfasst das IWMS/CMMS als Kernsystem, die Integration in die Gebäudeautomation (BMS), die Zählerwelt und ERP-/Bestellprozesse, BIM-unterstützte Datenübertragung in den Betrieb sowie Sensortechnologie und Analysen für den zustands- und nutzungsbasierten Betrieb. Das Kapitel schließt mit einer Zielmerkmal-Checkliste als Zielbild gemäß GEFMA 444.

Zielvorstellung der digitalen Architektur und Leitprinzipien

Eine zukunftssichere Hard-FM-Digitalarchitektur folgt dem Prinzip der "Data by Design": Daten werden strukturiert erfasst, qualitätssicher, kontextualisiert (Asset-Referenz) und für Betrieb, Compliance und Optimierung nutzbar.

Leitprinzipien:

  • API-zuerst und interoperabel: Offene, dokumentierte Schnittstellen (REST/OData, OPC UA, BACnet/IP) ohne proprietäre Lock-ins.

  • Einzige Wahrheitsquelle: Asset-Masterdaten in CAFM/CMMS; Zeitreihen (Trends, Zähler) im skalierbaren Zeitreihenspeicher, bezogen auf Asset-IDs.

  • Sicherheit und Datenschutz durch Design: Segmentierung von OT-Netzwerken, verschlüsselte Übertragungen, rollenbasierter Zugriff, DSGVO-konforme Verarbeitung von Belegungs- und Zugriffsdaten.

  • Mobil und offline-fähig: Techniker-Apps mit Offline-Puffer, QR/RFID-Tagging und Beweismanagement ohne Medienunterbrechung.

  • Governance: Unique Labeling (RDS/ADI), Datenwörterbuch, Change and Version Management (MoC).

Kataster und Struktur von Vermögenswerten

  • Hierarchien (Standort – Gebäude – technisches Zentrum – System – Einheit – Komponente), RDS/ADI-Markierung, Verbindung zu Räumen/Bereichen (DIN 277) und Kostenstellen.

  • Lebenszyklusattribute (Inbetriebnahme, Hersteller, Seriennummer, Garantie, verbleibende Nutzungsdauer, Ersatzteilreferenzen, Veraltungsstatus).

Wartung, Inspektion und Fristmanagement

  • Vorschriften/Hersteller als Auslöser (VDMA 24186, TRBS, DGUV, PrüfVO), Intervalllogik (Kalender, Betriebszeiten, Schaltzyklen), Eskalationen im Falle von Fristannäherung oder Verzögerung.

  • Automatisierte Terminplanung, Bündelung von Bestellungen nach Zonen/Belegungsfenstern.

Ticketing und Vorfallmanagement

  • A/B/C-Klassifikation, SLA-Timer, Eskalationsmatrizen, Workflows zur Ursachenanalyse und Aktionsverfolgung.

Mobile Arbeitskräfte

  • Offline/online, QR/RFID-Scan, digitale Checklists, Fotos/Videos, Messdatenerfassung, eSignaturen, Zeit-/GPS- und Benutzerstempel, HSE-Abfragen (dynamische Risikobewertung vor Ort).

Dokumenten- und Beweismanagement

  • Prüfungssichere Einreichung (Unveränderlichkeit, Versionierung), Link zu Assets/Arbeitsaufträgen, Vorlagenbibliothek (TRBS-1201-Protokolle, DGUV V3, Hygieneberichte).

Energie- und Zählermanagement

  • Import von Lastprofilen/Verbrauchsdaten, Plausibilitätsprüfung (Qualitätsflaggen), EnPI (kWh/m², kWh/FTE), Warnungen bei Abweichungen, Zählerverfügbarkeits-KPI.

Verträge, Kosten, Bestellung

  • Rahmenvereinbarungen, Wertgrenzen, Bestell- und Genehmigungsabläufe, Lager-/Ersatzteile, Integration von Kostenstellen/SAP, CAPEX/OPEX-Trennung.

Berichterstattung und Analytik

  • SLA/KPI-Dashboards (Verfügbarkeit, Reaktions-/Sanierungszeiten, IAQ, Energie), Compliance-Status (Prüfungs- und Fristampeln), Trendanalysen, monatliche/vierteljährliche/jährliche Berichte.

Integrationsschicht

  • Middleware/ESB für BMS, Meter, ERP, ITSM, CDE/BIM; Ereignis- und Batch-Schnittstellen; Identitätsmanagement (SSO, SCIM).

Architekturhinweis

Zeitreihen (Trends, Zähler) sind volumenintensiv; sie sollten in einem Zeitreihenspeicher landen (z. B. Influx, Azure Data Explorer). Das CMMS enthält referenzierende Metadaten und komprimierte Metriken. Dies gewährleistet Leistung, Skalierbarkeit und Historisierung.

GLT/BMS-Integration

  • Protokolle/Schnittstellen: BACnet/IP (Objekte: AI/AO/BI/BO, Trendprotokolle, Alarme), OPC UA für heterogene Systeme/Hersteller; Modbus TCP/RTU für Feldgeräte.

  • Funktionalität: Live- und Batch-Import von Status-/Messwerten, Alarmen und Trendprotokollen mit Zeitstempel und Qualitätsanzeige (gut/schlecht/unsicher).

  • Mapping: BACnet-Objekte auf Asset-IDs (RDS/ADI), semantisches Tagging (z. B. Project Haystack/Brick-Ansätze) für einheitliche Benennung.

  • FDD-Auslöser: Alarmregeln und Abweichungslogiken generieren automatisch Tickets oder CBM-(Condition Based Maintenance)-Befehle im CMMS.

  • Trendkonzept: Kritischkeitsbasierte graduierte Stichprobenraten (z. B. A: 1–5 Min, B: 5–15 Min, C: 15–60 Min) und Erhaltung (Rohdaten 12–24 Monate, komprimiert 5–10 Jahre).

  • Obligatorische Trendlisten pro System (z. B. Luftbehandlungssystem: Volumenströme, Δp-Filter, Zuluft-/Ablufttemperatur, Luftfeuchtigkeit; Kühlung: Kompressorstrom, Absaugung/Heißgas, ΔT-Verdampfer/Kondensator).

Betriebskonzepte für hybride Arbeitsumgebungen

Hybride Arbeitsmodelle verschieben die Betriebs- und Belastungsprofile dynamisch zwischen Zonen, Tagen und Jahreszeiten. Effektive Betriebskonzepte verknüpfen daher die tatsächliche Nutzung (Belegung) mit der Steuerung technischer Systeme, der Planung von Reinigung und Wartung sowie robustem Hygienemanagement. Das Ziel ist nachweislich sicherer, komfortabler und energieeffizienter Betrieb bei gleichzeitiger Einhaltung aller Betreiberpflichten.

Belegungsdatenquellen

  • Zimmer-/Schreibtischbuchung: Kalender und Buchungsplattformen ermöglichen geplante Nutzung; Ideal für die Fahrplanvorschau.

  • Präsenzsensoren: PIR/ToF, Radar, Fußmatten, Tür-/Drehsensoren; optionales, kamerabasiertes, anonymisiertes Zählen.

  • Netzwerk- und Zugriffsdaten: WLAN/BLE-Präsenzanalyse, Zugangskontrolle (Pseudonymisierung, strenge TOMs).

  • Kontextbezogene Daten: Wetter, Feiertage, Produktionskalender, Ereignisse.

Integrationsprinzipien

  • Daten über Middleware zu BMS/BMS; Zuordnung zu Zonen/Assets mit eindeutigen IDs.

  • Vorschriften im BMS: Der Belegungsstatus löst Start/Stopp, Sollwertverschiebung, Volumenfluss oder Pumpenstufen aus.

  • Rückfallstrategie: Im Falle eines Datenausfalls gelten konservative Komfort- und Sicherheitspläne; Alarme im Kontrollzentrum.

Regelungslogiken (Beispiele)

  • Belüftung: CO₂-geführt mit minimalem Luftaustausch; besetzte Zonen mit strengeren IAQ SLAs, unbesetzte Zonen im Senkungsmodus.

  • Heizung/Kühlung: Früher Start gemäß Prognose (Buchung + Außentemperatur), Verschiebung von Sollwerten außerhalb der Kernzeiten; Frost-/Hitzeschutz bleibt aktiv.

  • Beleuchtung: Präsenz und Tageslichtabhängigkeit; Fensterreinigung mit separaten Szenen.

  • Aufzüge: Parkmodus außerhalb der Hauptverkehrszeiten, automatische Bereitstellung in den Hauptverkehrszeiten.

  • Trinkwasser: Niedrigauslastungsreihen mit automatischen Spülzyklen, Ereignisprotokoll zur Verifizierung.

KPIs und Vorteile

  • Energiebezogene Schlüsselzahlen pro Stunde und belegten m²; Reduzierung der Überstunden von Luftkanälen/Ventilatoren/Pumpen.

  • Komfort-/IAQ-Konformitätsniveaus nur in besetzten Zonen; Reduziere Nutzerbeschwerden.

  • Erhöhen Sie die Verfügbarkeit und den SLA kritischer Vermögenswerte, indem Sie Wartungsfenster freisetzen.

Datenschutz und IT/OT-Sicherheit

  • Datenminimierung, Anonymisierung/Pseudonymisierung, Zweckbegrenzung; AV-Verträge mit Dienstleistern.

  • Segmentierung von OT-Netzwerken, verschlüsselte Übertragung, rollenbasierter Zugriff auf Belegungs- und Steuerdaten.

Bedarfsorientierte Reinigung

  • Auslöser: Belegungszeit pro Bereich, Anzahl der Türöffnungen, Befüllstände (Mülleimer, Spender), Hygieneereignisse (z. B. nach Veranstaltungen).

  • Logik: Reinigungspläne wechseln zwischen Grundreinigung, Wartung und punktueller Reinigung; Priorisierung von stark frequentierten Zonen.

  • Beweis: Mobile Check-ins, Foto-/QA-Dokumentation, Nutzerfeedback über die Helpdesk-App.

  • Hygiene-Schwerpunkt: Sanitärbereiche, Küchen/Küchen, Berührungspunkte (Türen, Aufzugspaneele) mit adaptiver Häufigkeit in der Erkältungs- oder Grippesaison.

Wartung: Laufzeit- und zustandsabhängig

  • Laufzeitvariablen: Betriebszeiten von Ventilatoren/Pumpen, Schaltzyklen, Filter-Δp, Kompressorlaufzeit, Kompressorstarts.

  • Zustandsindikatoren: Vibration, Lagertemperatur, Stromverbrauch, Trendabweichungen (Anomalieerkennung).

  • Kombination mit Compliance: Mindestintervalle von VDMA 24186, TRBS, DGUV bleiben weiterhin Leitplanken; Darüber hinaus reduziert CBM/Predictive ungeplante Ausfälle.

  • Dynamische Planung: CMMS bündelt Bestellungen in Fenstern mit geringer Auslastung; Klasse-A-Systeme mit Umgehungs- und Reversal-Konzepten.

m² Laufzeitmetrik

  • Definition: Summe der Stunden, in denen ein Gebiet als besetzt gilt, gewichtet durch die Fläche.

  • Anwendung: Schwellenwerte für die Reinigung (z. B. ab x m²·h), Filteraustausch (z. B. Δp- oder m³-Luftumsatz pro Zone), nachfrageorientierte Hygienemaßnahmen.

Schlingen

  • Data-to-Action: Belegungs- und IAQ-Daten generieren automatisch Tickets (z. B. "CO₂ > 1.000 ppm 30 min" → Belüftungserhöhung, Ursachenkontrolle).

  • Rezension: Monatliche Komfort-/IAQ-Rezension, Top 10 Abweichungen, Messwerte/Anpassung der Set-Werte.

SLAs und KPIs

  • Reaktions-/Sanierungszeiten unterscheiden sich nach A/B/C und Servicezeiten.

  • IAQ-Compliance-Rate in besetzten Zonen; Zählerverfügbarkeit ≥ 99 %; Energie-EnPI pro belegter Stunde.

  • Hygiene-/Inspektionsrate: 100 % pünktlich, Beseitigungszeiten kritisch klassifizierter Mängel gemäß der Eskalationsmatrix.

Wirtschaft

  • Nachweisbare Einsparungen durch Start/Stopp, Sollwertverschiebung, Reinigung auf Abruf; Vermeidung von Überpflege.

  • Priorisierung von CAPEX (z. B. Sensortechnologie, Steuerungsoptimierung), wenn OPEX-Effekte signifikant und SLA-relevant sind.

Hinweis:

Mit diesen Betriebskonzepten wird hybride Landnutzung konsequent in technische Kontrolle, Reinigung, Wartung und Hygiene übersetzt. Der Vorteil: höhere Verfügbarkeit und Nutzerzufriedenheit mit sinkendem Energie- und Ressourcenverbrauch – transparent überprüfbar und konform mit Gesetzen, Standards und SLAs.

Key Performance Indicators (SLAs) und Berichterstattung

SLAs und KPIs übersetzen technische, organisatorische und regulatorische Anforderungen in messbare und kontrollierbare Zielvariablen. In hybriden Arbeitsumgebungen müssen diese Schlüsselzahlen basierend auf Auslastung und Nutzung erhoben, transparent und konsequent zur kontinuierlichen Verbesserung genutzt werden. Dieses Kapitel definiert das SLA-System, Mess- und Berechnungsmethoden sowie die Berichtsstruktur.

Grundprinzipien des SLA- und KPI-Managements

  • Output-Orientierung: Bewertung anhand der Ergebnisqualität (z. B. Verfügbarkeit, IAQ-Konformität), nicht nach der Menge der Aktivität.

  • Belegungsreferenz: Komfort- und IAQ-Schlüsselzahlen beziehen sich hauptsächlich auf belegte Zeitfenster und Zonen.

  • Kritikalität: A/B/C-Klassen steuern Servicezeiten, Einsatz-/Sanierungsziele und Redundanz.

  • Messobjektivität: Zeitstempelbasierte Messung aus CMMS/BMS/IoT; Qualitätsgesicherte Daten (Qualitätsflaggen, Kalibrierungsstatus).

  • Transparenz: Klare Definition von Start-/Stoppkriterien, Ausschlüssen (z. B. vereinbarte Wartungsfenster), Force Majeure-Regulierung.

  • Kontinuierliche Verbesserung: RCA (Root Cause Analysis), Action Tracking, Trend- und Benchmark-Vergleiche.

Definitionen

  • Technische Verfügbarkeit eines Vermögenswerts/Systems: 1 minus (Summe der Ausfallzeiten geteilt durch die Zielbetriebszeit).

  • Zielbetriebszeit: Zeit, in der das Objekt gemäß dem Zeitplan verfügbar sein muss; vereinbarte Wartungsfenster sind typischerweise von der "technischen Verfügbarkeit" ausgeschlossen, die "Betriebsverfügbarkeit" umfasst sie.

  • Verschlechterter Betrieb: partieller Funktionsverlust bei quantifizierter Leistungsreduzierung (z. B. 50 % Luftvolumen); kann als anteilige Verfügbarkeit angerechnet werden, wenn SLA-konform ist. Zielwerte (Beispiele)

  • HVAC für kritische Zonen: ≥ 99,5 % pro Jahr.